| A wie ... | |
| A-Prüfung | Die A-Prüfung ist der Abschluß des ersten Ausbildungsabschnitts im Segelflug und gleichbedeutend mit dem ersten Alleinflug. Nachdem mindestens zwei Fluglehrer vom Können des Flugschülers überzeugt sind, darf er zum ersten mal drei Platzrunden mit dem Schulflugzeug alleine fliegen. |
| B wie ... | |
| Bart | Aufwind, auch Thermik genannt |
| Basis | die Unterkante der Cumuluswolken. Ab dieser Höhe beginnt die Luftfeuchtigkeit in aufsteigenden Luftmassen auszukondensieren. |
| C wie ... | |
| checken | zu deutsch: "überprüfen"; wird besonders im Zusammenhang mit Flugzeugen gebraucht. Checks, teilweise mit, teilweise ohne Checkliste werden häufig durchgeführt: Vor dem Flugbetrieb ein besonders gründlicher, aber z.B. auch vor jedem Start und jeder Landung. Dabei werden z.B. die Funktion der Steuerorgane, das Fahrwerk oder der Bremsklappen überprüft. |
| Cumulus | eine sog. Haufenwolke. Sie entstehen durch aufsteigende Luftmassen, deren Feuchtigkeit ab einer bestimmten Höhe auskondensiert. Somit sind sie ein verlässliches Zeichen für Thermik. |
| F wie ... | |
| Fläche | 1. kurz für "Tragfläche" 2. Verallgemeinerte Bezeichnung von Hubschrauberpiloten für alles, was mit festen Flügeln fliegt. |
| Flugleiter | Person, welche die Sicherheit des Flugbetriebs sicherstellen soll. Der Flugleiter sitzt meist auf einem kleinen Turm und gibt den Piloten Informationen, z.B. woher der Wind weht und welche anderen Flugzeuge in der Platzrunde unterwegs sind. Er ist kein Lotse, gibt den Piloten also keine Anweisungen, wie sie zu fliegen haben. |
| F-Schlepp | auch "Flugzeugschlepp", eine Startart für Segelflugzeuge. Ein Motor- und ein Segelflugzeug werden mit einem rund 50 Meter langen Schleppseil verbunden, so daß das Motorflugzeug das Segelflugzeug in die Höhe schleppen kann. Im Gegensatz zur Winde können beliebige Schlepphöhen und Ausklinkorte erreicht werden. Dafür sind F-Schlepps deutlich teurer. |
| G wie ... | |
| Gleitzahl | wichtiges Leistungsmaß für Segelflugzeuge. Die Gleitzahl ist das Verhältnis von zurückgelegter Strecke zu verbrauchter Höhe in ruhiger Luft und ohne Wind. So gleitet z.B. ein Duo Discus aus 1000 m Höhe 45 km weit, hat also Gleitzahl 45. |
| H wie ... | |
| Hangaufwind | entsteht im Gegensatz zur Thermik nicht durch Temperaturunterschiede am Boden, sondern durch Wind, der auf Berghänge oder Hügel stößt, die die Luftmassen nach oben ablenken. |
| K wie ... | |
| Klappen | kurz für "Lande-", "Wölb-" oder "Bremsklappen". 1. Landeklappen kann man an der Hinterkante der Flügel nach unten klappen, wodurch ein Flugzeug langsamer fliegen kann, z.B. zur Landung. 2. Wölbklappen können zusätzlich auch nach oben bewegt werden, um bei Segelflugzeugen (selten auch bei Motorflugzeugen) den Flügel der Fluggeschwindigkeit anzupassen. 3. Bremsklappen gibt es auch fast nur an Segelflugzeugen und fahren aus der Flügeloberseite nach oben aus. Sie erzeugen zusätzlichen Luftwiderstand und lassen das Flugzeug stärker sinken. |
| Knüppel | kurz für "Steuerknüppel". Hebel im Cockpit, üblicherweise zwischen den Oberschenkeln des Piloten, mit dem Höhen- und Querruder bedient werden, welche die Längs- und Querneigung des Flugzeuges steuern. Hin und wieder auch als "sidestick" an der Bordwan ausgeführt oder bei vielen Motorflugzeugen auch als Steuerhorn, das gedrückt und gezogen sowie ähnlich einem Lenkrad gedreht werden kann. |
| Kuller | 1. als "Hallenkuller": kleines Wägelchen, auf das Flugzeuge in der Halle gestellt werden, damit sie in alle Richtungen geschoben werden können, ohne sie zu drehen. 2. Als "Spornkuller": ein frei drehbares Rädchen, daß um das hintere Ende des Rumpfes geschnallt wird, um ein Segelflugzeug leichter drehen und schieben zu können, z.B. nach der Landung |
| Kurbeln | in der Thermik kreisen um Höhe zu gewinnen |
| L wie ... | |
| Lepo | das Seilrückholfahrzeug der Segelflieger, vom Wort "Opel", rückwärts gesprochen. Mit ihm wird jeweils ein Seilpaar von der Winde zurück zur Startstelle gezogen. Die Seile sind dabei an zwei Stangen auf dem Dach befestigt, die dafür sorgen, dass sie sich nicht übereinander legen. |
| Logger | auch "Flugrekorder", ein Datenspeicher, der im Abstand von wenigen Sekunden fortlaufend Position und Höhe des Segelflugzeuges aufzeichnet. Die Position wird von einem eingebauten GPS-Empfänger ermittelt, die Höhe von einer Drucksonde. Ein komplexer Verschlüsselungsalgorithmus verhindert, daß die Datei nachträglich verändert werden kann. So kann die Datei später zur Dokumentation von sportlichen Leistungen (Streckenflüge) und Rekorden benutzt werden, z.B. für den aerokurier Onlinecontest. |
| P wie ... | |
| Piste | eine Start- und Landebahn. |
| Platzrunde | standardisiertes Flugverfahren um einen Flugplatz. Die Standardplatzrunde ist ein gedachtes Rechteck, auf dessen einer Längsseite die Landebahn liegt. Je nach örtlichen Gegebenheiten des jeweiligen Flugplatzes kann die Platzrunde auch etwas anders aussehen, z.B. um lärmempfindliche Gebiete oder hohes Gelände zu meiden. Alle Flugzeuge, die von und zu einem Flugplatz fliegen, nutzen die Platzrunde, um für andere Flugzeuge berechenbar zu sein. |
| Puffi | in der Gegend rund um Cloppenburg und von daher Zugezogenen gebrauchtes Synonym für Lepo. |
| S wie ... | |
| Saufen | Abwind (vgl. Thermik) |
| Schein | eigentlich "Luftfahrerschein". Die Lizenz, eine bestimmte Art von Luftfahrzeugen, z.B. Segelflugzeuge, eigenverantwortlich fliegen und dabei Passagiere mitnehmen zu dürfen. |
| Slip | vom englischen "sideslip", zu deutsch "Seitengleitflug". Der Slip ist eine Möglichkeit, ein Flugzeug steiler sinken zu lassen, indem man den Rumpf quer zur Flugrichtung stellt, so daß er mit seiner Breitseite einen großen Luftwiderstand erzeugt. Der Slip wird meistens eingesetzt, wenn die Wirkung der Klappen nicht ausreicht oder gar keine vorhanden sind, wie z.B. bei vielen Kunstflugzeugen. |
| Startwagen | ein kleiner Bus, in dem Funkgeräte, Fallschirme, Bänke, Kissen, uvm. verstaut sind und der mit zur Segelflug-Startstelle genommen wird. |
| T wie ... | |
| Thermik | Aufwind, der durch Temperaturunterschiede am Boden entsteht. So erwärmen sich Felder z.B. stärker als Waldgebiete oder Gewässer, und damit auch die bodennahe Luftschicht darüber. Die warme Luft steigt in einer Art Schlauch bis zu einer bestimmten Höhe auf, und sinkt über kühleren Gebieten wieder ab. |
| Tragfläche | technische Bezeichnung für die Flügel eines Flugzeuges. Können insbesondere bei Segelflugzeugen demontiert werden, um das Flugzeug auf einen Anhänger zu verladen und so auf der Straße zu transportieren. |
| U wie ... | |
| UL | Abkürzung für "Ultraleichtflugzeug". UL sind Motorflugzeuge mit maximal zwei Sitzplätzen und einem Abfluggewicht von bis zu 472,5 kg. Sie sind sparsamer und meist billiger zu fliegen als 'richtige' Motorflugzeuge. Sie erreichen ähnliche Reisegeschwindigkeiten und können auch Segelflugzeuge und Banner schleppen. |
| W wie ... | |
| Welle | auch "Leewelle". Eine Aufwindform, die im Gebirge vorkommt. Ähnlich wie Wasser, das in einem Bach über einen Stein strömt und hinter dem Stein mehrere Wellen bildet, strömt der Wind über ein langgestrecktes Gebirge und fängt auf der Rückseite an zu schwingen. Im aufwärtsschwingenden Teil dieser Wellen kann ein Segelflugzeug steigen. Der längste Segelflug der Welt (3008 km) wurde von Klaus Ohlmann in den Wellenaufwinden der südamerikanischen Anden geflogen. |
| Winde | auch "Startwinde". Eine Möglichkeit, ein Segelflugzeug zu starten, ist es wie einen Drachen gegen den Wind hochzuziehen. Das Ziehen erledigt die Startwinde. Auf einem Lkw-Fahrgestell sind zwei Trommeln mit Kunststoffseilen montiert, die einzeln von einem großen Elektromotor angetrieben werden. Früher verwendete man Stahlseile und einen Verbrennungsmotor. |