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 Elba 1.Review

Woran merkt man, dass man nach Italien kommt? Das Wetter ist klasse, aber der Funk ist lausig. Woran merkt man, dass man in die Schweiz kommt? Es wird umgekehrt. Woran merkt man, dass man zurück in Deutschland ist? Wenn man die Beringung an den Störchen lesen kann, unter denen man wegen des Dreckwetters durch muss! (Südschwarzwald, Montagmittag)

Aber man ist zurück! Gesund und heiter. Auch wenn man auf der Insel Einfach Lieber Bleiben mAg. Die Insel der Visionäre und Millionäre, der Träume und saftigen Bäume, der Yachten und der Jollen - frischer Fisch bis zum Abwinken. (Dagegen schwimmen, wandern, Pizza-Diät, überhaupt den ganzen Tag in Bewegung: meine gefühlte Gewichtsabnahme muss enorm sein! Ich sage mal, die Waage lügt!)
Wo die Straßen so gut sind, dass die Lastesel sogar aufs Taxi verzichten können. Wo der Miet-Punto ein Go-Kart-Rennen als blasse Kapellenandacht erscheinen lässt...

Im Gepäck also viel italienisches Gebäck und eine Menge großartiger Bilder und Eindrücke von Morgen- und Abendsonne, Wasser als azurene Bademeere, als türkise Bergseen oder ausgetrocknete toskanische Flüsse, Berge als harmlose Riesen oder tückische Mickerlinge und Wolken als Freunde und Feinde.
Einzeln oder gemeinsam, für uns alle gab es so viele gewonnene Erkenntnisse über früher mal Gelerntes und neu zu Lernendes, über Team-Bildung, Zuverlässigkeiten von Menschen, Motoren und Navigationsausrüstungen, über Landes- und Leistungsgrenzen, über FIR-Grenzen, über sprachliche und horizontale und vertikale und über eigene.

Auf dem Rückflug am Sonntag kamen fast alle durch, für uns als letzte waren die Kumulanten am Gotthard schon zu hoch. Und drüben vor dem San Bernadino lag inzwischen eine Mischung aus Dunst und Blei. Runter nach Locarno. Wunderschöner Platz! Verschnaufen, neu nachdenken. Die Entscheidung war schade, aber ihre Richtigkeit wurde von zwei anderen Echo-Besatzungen bestätigt, die ebenfalls wegen dichter Pässe gestrandet waren. Zwar wären wir lieber hier geblieben, aber das Militär repariert genau in dieser Woche die Asphaltbahn, und Gras würde nicht gleich freigegeben, falls es vorher viel geregnet hätte. Schöne Falle! Also wieder rüber nach Lugano.
Dann die Entschädigung: Der Lago di Lugano bei Nacht – ein Traum! Und wie das geschiffft hat!!! Kartenstudium in der 4-Sterne-Lounge bei Gewitter.

Unser Solo-Rückflug am Montag verlief ruhig und entspannt. Warum? Wir waren früh genug dran und hatten vier vorbereitete Asse im Ärmel, das beruhigt einfach: die Direttissima über den Gotthard, dann als nahe Alternative Trick 17 über den San Bernadino, Bad Ragaz und den Ostbodensee, drittens die alte Ölspur über Marseille und Lyon, und schließlich die Arbeitsaufgabe über die Radstädter Tauern, die uns Axel H. am Abend vorher noch ins Hotel gefaxt hatte! Er hatte schon in der Vorbereitungsphase für alle den gesamten Flug mit verschiedenen Hin- und RückRouten ausgearbeitet und uns ein perfektes Menü aus Kursen, Höhen, Waypoints, Frequenzen und Zeiten serviert. Um’s mal als Kompliment zu formulieren: eine programmierte Drohne wäre mit dieser Datenfülle problemlos angekommen. Wir brauchten uns also „nur noch“ in unsere Mühlen zu setzen, und anschließend in die Hotelzimmer, die Lothar E. organisiert hatte.   

So komme ich zu meinem Dank an das Team! In drei Maßstäben: natürlich und zu allererst im Cockpit, dann im geflogenen Verband und schließlich im noch größeren Kreis derer, die sogar z. T. nicht mal mitfliegen konnten, aber mitgeholfen haben, dass bei uns alles rund läuft (Eure Namen habe ich hoffentlich alle im Verteiler!) – sei es durch geliehene Karten, Ausrüstung, noch schnell durchgeochste 100h-Kontrolle, Tipps oder zugemailte Geräte-Doku. (Wenn das eine Garmin ausgefallen ist und man am anderen einen “Kolbenklemmer” hat, weil man schlicht die Funktion nicht kennt, ist es schon erlösend, wenn man die Lösung im Handbuch finden kann. Wie schnell es brenzlig wird, hat uns so ein armer Teufel über dem Gotthard im Funk demonstriert: Vorne und hinten dicht, loss of orientation, keinen (Reserve-)Plan, wie’s weitergehen soll. Zürich hatte richtig zu tun!! Und der Funk wurde immer schwächer, aber ich glaube er fand das Loch vom Dienst.)

Unser LvD hatten sie uns über Alpnach freigehalten, wo wir Pilze suchen durften, nachdem wir diese kristallklare schneebespitzte Höhe kaputt machen mussten. Von wegen „Zürich midfield crossing in FL 95“– Crossing schon, aber in 200 Füßen über dem Gemüsemarkt von Luzern.
Nun bitte, sie wollten’s ja nicht anders. Aber trotz allem – nett, freundlich, ja luschdig auch oddr? Und immer absolut präsent! „Next report Schluchsee!“ - „Merci vielmal!“
Dagegen hörte sich der Typ auf Langen Info wiedermal an, als wären wir wiedermal nur lästig (Hallo Jungs, die Stimme ist euer Werkzeug, drückt eure Gemütslage aus! Wisst ihr eigentlich, was ihr damit im Cockpit erzeugt??).

Jetzt bereite ich den Flug nach und dazu meine Fliegertasche auf dem Sofa aus. Ich blicke über alles, was zu diesem komplexen System gehört, mampfe ein paar Amaretti, freue mich und danke allen ganz herzlich, die dazu beigetragen haben!

Euer Martin

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   News
02.02.12
 Fachgruppe Motorflug, Treffen 02/2012
 
03.01.12
 Steuer in Italien
 
08.12.11
 FG Motorflug 12/2011
 
03.11.11
 FG Motorflug 11/2011
 
31.10.11
 Flugwetter auf dem Motorfliegertreffen
 
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